Konsum

Auf einigen Blogs die ich gerne lese geht es derzeit um die Konsumauszeit im November.

Ich habe dieses Jahr den absoluten Nestbautrieb gehabt und wollte ganz viel Ausmisten (hab ich auch… aber fertig bin ich noch nicht…). Dabei und auch mit einiger Lektüre hier und da wurde mir auch immer mehr klar, dass es nicht nur reicht, die Dinge raus zu schmeißen, sonder vor allem auch darauf zu achten, was für Dinge rein kommen.

Und ich glaube da hab ich noch viel mehr zu lernen… Denn da schleicht sich so unglaublich viel rein, ohne dass es mir/uns eigentlich immer so bewusst ist.

Anfang des Jahres hab ich mal versucht, alle Anschaffungen aufzuschreiben. Das war schon relativ übersichtlich, da wir die meiste Zeit des Jahres eher sehr knapp mit dem Geld waren. Da war es irgendwie klarer.

Ich merke aber, dass ich sobald ich etwas mehr Geld in der Tasche habe, schnell zum Ausgeben komme. Es frustriert mich irgendwie, jetzt wo ich näher hinschaue, diese Mechanismen zu erkennen, aber noch nicht wirklich deswegen damit aufhören zu können.

Ich glaube das braucht schon viel Aufmerksamkeit. Viel Klarheit. Darüber, was ich will und was nicht. Zum Beispiel eine weniger volle Wohnung. Weniger Krims Krams. Und Klarheit darüber wie ich dahin komme.

Darüber, dass es viele schöne Dinge gibt, ich sie aber nicht brauche. Dem Einfluss der Werbung und der Sonderangebote zu widerstehen.

Ein Bereich in dem ich mir gern was Gönne, ist der Kreativkram. Als ich jetzt anfing auszumisten war ich zum Teil echt erstaunt, was da zum Vorschein kam. Völlig unangetastete Materialien. Viel zu viele Dinge, zu denen ich alle Jubeljahre mal dazu komme.

Eigentlich wollte ich dann nix mehr anschaffen. Sondern erstmal mit dem Arbeiten, was ich schon habe. Stoffe, Wolle, Kleinkram, Farbe, Papier… alles da. – Und letztlich: ist es nicht so, dass oft die Kreativität aus dem „Mangel“ entsteht?

Ja, weniger ist mehr. Schon. Meist. Oder?

Und trotzdem kam heut wieder ein kleines Päckchen. Nicht viel. Den Reißverschluss brauchte ich – ja. Aber die zwei, drei Kleinigkeiten dazu? Naja, wenn ich schonmal beim Bestellen bin…

Usw. Was ich sagen will: Ich arbeite dran.

Wie war es schön, als wir in den Herbstferien in eine Ferienwohnung kamen, die nicht groß war, die aber alles hatte, was wir brauchten. Nicht vollgestopft. Ich hab mir vorgestellt, wie es wäre, wenn wir dort wohnen würden.

Und es war klar –  in kürzester Zeit wäre jeder Winkel voll.

So eine Konsumauszeit hat also echt was für sich. Und wie ich so drüber schreibe, hätte ich vielleicht grad mal mitmachen sollen. Aber ich muss zugeben, dass ich keine Lust hatte. Ich wollte grad im November, jetzt wo endlich bisschen Geld da ist, auch bisschen konsumieren. Bleibt also die Frage, was helfen könnte. Nicht nur einen Monat lang nicht zu konsumieren, sondern generell einen Lebensstil zu finden, bei dem das Konsumieren sehr bewusst geschieht.

Bis ich mehr Klarheit darüber gewonnen habe, lese ich mal noch bei anderen und lass mich inspirieren….

Minimalismus leben

Apfelmädchen und Sadfsh

Liebevoller leben

Frau Ding Dong

Schlichtheit

 

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2 Gedanken zu “Konsum

  1. Vielen Dank für deine Gedanken und auch für die Erwähnung! Ich wünsche dir noch viele weitere AHA-Erlebnisse und Erfahrungen!

    Uuuuund: Das ist die beste About-me-Seite, die ich seit laaaanger langer Zeit gelesen habe 🙂 gefällt mir sehr gut 🙂
    weitermachen!
    LG

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    • Danke! Wie gut dass du das zur About-Seite geschrieben hast. Wollte sie schon wieder ändern. 😛 Eins der schwierigsten Dinge zu erstellen, wenn man so ein Blog anfängt. Mag deine auch. Liebe Grüße!

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